Erste Ideen zum Modell von Ninety Days entstanden bereits in den frühen 2000er Jahren. Demnach hatte ich bereits lange Zeit bevor es die App überhaupt gab, damit angefangen entsprechende Gewohnheiten und Ziele in Excel-Tabellen und auf Papier zu protokollieren.
Um mir das Rauchen abzugewöhnen, hatte ich es als Experiment und spielerische Challenge betrachtet. Wer schon einmal versucht hat mit dem Rauchen aufzuhören, weiß in der Regel auch, dass es nicht bei einem Versuch bleibt. Auch ich bin mehrere Male rückfällig geworden. Allerdings war mein Fortschritt stets für mich sichtbar und ich hatte mir einfach vorgenommen, so oft wieder bei Null anzufangen bis ich komplett rauchfrei bin.
Mit der Zeit spielte das Loggen nur noch eine marginale Rolle – nicht weil es unnötig geworden war, sondern weil Nichtraucher zu sein irgendwann für mich selbstverständlich geworden war. Ab diesem Zeitpunkt verstand ich, dass ich mir mit diesem Modell entsprechende Gewohnheiten bewusst beeinflussen kann.
💡 Learning
Wichtig war nur beim Brechen einer Serie wieder bei Null zu starten und ehrlich zu mir selbst zu sein. In Ninety Days steht nicht die perfekte Serie im Mittelpunkt, sondern der persönliche Fortschritt.
Einige Jahre später stellte ich mich der nächsten Herausforderung und verzichtete mehrere Wochen auf Alkohol. Ich denke generell im europäischen Raum ist es weiterhin üblich regelmäßig Alkohol zu trinken und in sozialen Umfeldern gilt derjenige, der abstinent ist eher als ungewöhnlich. Dennoch zog ich das Experiment durch und bemerkte, wie sich mein Alltag ins Positive veränderte. Ich fühlte mich leistungsfähiger, war sportlich aktiver und stellte fest, dass sich die größten Veränderungen nicht nach wenigen Tagen, sondern erst nach mehreren Wochen zeigten.
Eine ähnliche Erfahrung mache ich bis heute bei körperlichen oder geistigen Gewohnheiten, wie z.B. Krafttraining oder Ausdauersport. Sobald ich nach einer Pause wieder intensiv trainiere, merke ich nach ungefähr drei Monaten, wie sich die Übungen leichter ausführen lassen und vieles wieder zur Routine wird.
Aus genau diesen Erfahrungen entstand schließlich meine App Ninety Days. Die Zahl 90 steht nicht für eine magische Grenze, sondern für eine Denkweise: Nachhaltige Veränderungen brauchen Zeit. Wer sich täglich bewusst mit seinen Gewohnheiten beschäftigt, erkennt oft nach 30, 60 und schließlich 90 Tagen, wie positive Veränderungen im Alltag durch Veränderungen von Gewohnheiten entstehen.
Ich wünsche Dir eine positive Entwicklung und Erfahrung mit Ninety Days.
Andreas Stein